Analytical Reviews

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Die Inflation in den USA beschleunigt sich auf den höchsten Stand seit 2023
05:15 2026-05-13 UTC--4

Gestern legte der US‑Dollar zu, nachdem bekannt wurde, dass der US‑Verbraucherpreisindex für April die Märkte mit einer unangenehmen Überraschung konfrontierte: Die Inflation beschleunigte sich auf ihren höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Erstmals seit drei Jahren übertraf der Verbraucherpreisindex das Lohnwachstum. Der am Dienstag veröffentlichte Bericht unterstrich die Sorge über die anhaltenden Inflationsrisiken in der US‑Wirtschaft.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) insgesamt stieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 % – exakt im Rahmen der Prognosen. Die jährliche Teuerungsrate des CPI erreichte 3,8 %, den höchsten Stand seit Mai 2023 und überstieg damit erstmals seit drei Jahren das Lohnwachstum. Das bedeutet, dass die Realeinkommen der Amerikaner deutlich zurückgegangen sind.

Der Kernindex, der Nahrungsmittel und Energie ausklammert, legte im Monatsvergleich um 0,4 % zu – leicht über der Konsensschätzung. Die Kerninflation im Jahresvergleich lag bei 2,8 % – dem stärksten Anstieg seit September des vergangenen Jahres.

Mehrere wichtige Komponenten stechen unter den preistreibenden Faktoren hervor. Energie bleibt der Haupttreiber des Preisanstiegs: Im April schnellten die Energiepreise um 3,8 % gegenüber dem Vormonat in die Höhe, nach einem kräftigen Plus von 10,9 % im März. Die Benzinpreise stiegen um 5,4 %. Entscheidender Punkt: Die Beschleunigung der Benzinpreisinflation ist ein zentraler Faktor für das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher in ihren Präsidenten und dessen Politik. Flugpreise zogen stark an – um 2,8 % gegenüber dem Vormonat und um rund 20,7 % im Jahresvergleich – einer der markantesten Preissprünge im Dienstleistungssektor.

Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass die Entwicklung der Wohnimmobilienpreise aufgrund einer statistischen Anomalie zu einer verzerrten Beitrag zur Kerninflation geführt hat. Ende des vergangenen Jahres wurden während des Government Shutdowns keine Daten zum Wohnimmobilienmarkt erhoben, und die Statistiker verzeichneten einen unveränderten Preisstand. Dies führte zu einer Überzeichnung der April-Werte: Nach Angaben von Natixis trug die „owner-equivalent rent“ 0,17 Prozentpunkte zum Kernindex bei. Die Wohnimmobilienpreise stiegen so stark wie noch nie im Jahr 2024.

Die Hauptbedrohung für die US-Wirtschaft ist nun der sogenannte Zweitrundeneffekt: eine Phase, in der anhaltend hohe Gesamtinflation die Inflationserwartungen von Verbrauchern und Unternehmen beeinflusst. In diesem Fall würde es deutlich schwieriger, den Preisdruck einzudämmen, was die Federal Reserve zunehmend belasten würde. Dieses Szenario hat Marktteilnehmer veranlasst, ihre Prognosen für den Fed-Leitzins zu überarbeiten – die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis zum Jahresende liegt bereits bei über 40 %.

Wie oben erwähnt, reagierte der US‑Dollar mit einem Anstieg, da der Verbraucherpreisindexbericht (CPI) für April deutlich zeigte, dass die Inflation in den USA hartnäckig hoch bleibt und zunehmend vielschichtig ist – mit Druck von Energie, Wohnungsmarkt und Dienstleistungen. Sollte sich die Lage im Nahen Osten kurzfristig nicht stabilisieren, wird es der Fed noch schwerer fallen, den zunehmenden Preisdruck in den Griff zu bekommen.

Technischer Ausblick für EUR/USD

Käufer müssen sich nun darauf konzentrieren, das Niveau von 1,1750 zu überwinden. Erst dann wäre ein Test von 1,1795 realistisch. Von dort aus kann das Paar in Richtung 1,1825 steigen, wobei dies ohne Unterstützung der großen Marktteilnehmer schwierig sein dürfte. Das fernste Ziel liegt bei 1,1850. Auf der Unterseite rechne ich erst im Bereich von 1,1725 mit ernsthaftem Kaufinteresse. Sollte es dort keine Käufer geben, wäre es besser, auf ein neues Tief bei 1,1700 zu warten oder Long‑Positionen ab 1,1675 zu eröffnen.

Technischer Ausblick für GBP/USD

Die Käufer des Pfunds müssen zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 1,3550 überwinden. Erst dann rückt das Ziel von 1,3585 in den Fokus, wobei ein Ausbruch darüber hinaus recht schwierig werden dürfte. Das fernste Ziel liegt bei 1,3620. Auf der Unterseite werden die Bären versuchen, die Kontrolle über den Bereich um 1,3525 zu übernehmen. Gelingt ihnen das, würde ein Ausbruch aus der Handelsspanne den Bullen einen schweren Schlag versetzen und GBP/USD auf ein Tief von 1,3500 drücken, mit der Perspektive eines weiteren Rückgangs bis 1,3480.

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