Das Währungspaar GBP/USD bewegte sich am Montag ähnlich wie das Währungspaar EUR/USD. In der ersten Tageshälfte tendierte der Dollar erneut zur Stärke, da sich die Lage im Nahen Osten nicht verbessert hatte und Donald Trump am Wochenende damit gedroht hatte, die iranische Energieinfrastruktur anzugreifen, falls die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden freigegeben würde. Daraufhin erklärte der Iran, er sei bereit, sich an den Energiesektoren der US-Verbündeten in der Region zu rächen. Somit stellten sich die Händler bereits zu Wochenbeginn auf eine neue Eskalation des militärischen Konflikts im Nahen Osten ein. Doch Trump schockierte die Märkte am Montag in seiner bekannten Art und Weise, als er erklärte, es habe „sehr gute Verhandlungen“ mit dem Iran gegeben, und er verschiebe seine Entscheidung über Angriffe auf Energieziele um fünf Tage, was impliziere, dass im Iran bald Frieden einkehren könne.
Nur eine halbe Stunde später erklärten iranische Vertreter jedoch, dass keinerlei Verhandlungen mit Washington stattfinden würden. Der Markt entschied sich dennoch, Trump zu glauben und deutete seine Äußerungen als Bereitschaft, den Konflikt zu beenden. Man kann allerdings nicht sagen, dass das Pfund bis zum Tagesende deutlich gestiegen wäre; der neue Aufwärtstrend bleibt sehr schwach, korrektiv und ohne entsprechende fundamentale Grundlage.

Auf dem 5-Minuten-Chart bildete sich am Montag eine große Anzahl von Handelssignalen, aber die meisten entstanden erst nach Trumps Ankündigung, als der Kurs in verschiedene Richtungen stark zu schwanken begann. Daher betrachten wir nur jene Signale, die vor Trumps Rede entstanden sind. Es gab nur zwei solcher Signale. Das Währungspaar prallte zweimal von der Zone 1,3319–1,3331 nach unten ab, was letztlich einen Rückgang in den Bereich 1,3259–1,3267 auslöste. Anfänger konnten aus dem Rückgang am Morgen einen Gewinn von etwa 40 Pips erzielen.
Im Stundenchart könnte das Währungspaar GBP/USD nun endlich beginnen, einen Aufwärtstrend auszubilden. Es gibt keine übergeordneten Faktoren, die ein mittelfristiges Dollarwachstum stützen, daher erwarten wir im Jahr 2026 eine Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends aus dem Jahr 2025, der das Paar in Richtung der Marke von 1,4000 treiben könnte. In den letzten Wochen war der Markt vollständig auf den Krieg im Nahen Osten fokussiert, doch dieser Faktor kann den Dollar nicht dauerhaft stützen. Es gibt derzeit keine weiteren Faktoren, die den Dollar unterstützen.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3403–1,3407 festigt oder von dieser Zone nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3319–1,3331. Sollte sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,3403–1,3407 etablieren, können Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,3437–1,3446 und 1,3484–1,3489 eröffnet werden.
Im 5-Minuten-Chart sollten derzeit die folgenden Kursbereiche überwacht werden: 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695, 1,3741–1,3751. Am Dienstag werden Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den verarbeitenden Sektor sowohl in Großbritannien als auch in den USA veröffentlicht, doch der Markt dürfte weiterhin vor allem die Entwicklungen im Nahen Osten im Blick behalten.
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Orders können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt oder die Positionen sollten geschlossen werden, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Handelsstrategie und ein effektives Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.
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