Analytical Reviews

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Börse am 23. März: S&P 500 und NASDAQ erreichen neue Tiefstände
03:21 2026-03-23 UTC--4

Am vergangenen Freitag schlossen die Aktienindizes erneut mit deutlichen Verlusten. Der S&P 500 fiel um 1,51 %, während der Nasdaq 100 um 2,01 % nachgab. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,96 %.

Der Ausverkauf bei Aktien, Gold und Anleihen hat sich heute vor dem Hintergrund einer verschärften Rhetorik zwischen den USA und Iran und Anzeichen einer möglichen Eskalation in einem Konflikt, der nun in seine vierte Woche geht, intensiviert. Asiatische Indizes fielen um 3,7 % und verzeichneten damit den dritten Rückgang in Folge, während auch Anleihen weiter abgestoßen wurden, da der anhaltende Krieg das Risiko birgt, die Inflation anzufachen, das Wachstum zu bremsen und die Notenbanken zu möglichen Zinserhöhungen zu zwingen.

Am Wochenende spitzte sich die Rhetorik zu: US-Präsident Donald Trump setzte Iran ein 48-stündiges Ultimatum und forderte, die Straße von Hormus – die für Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten von entscheidender Bedeutung ist – wieder zu öffnen, andernfalls würden die USA iranische Kraftwerke zerstören. Die Islamische Republik erklärte, ein solcher Angriff würde sie zwingen, die Straße auf unbestimmte Zeit zu schließen und die Energieinfrastruktur der USA und Israels in der Region anzugreifen.

Die Reaktion des Aktienmarkts ließ nicht lange auf sich warten. Der Ölpreis stieg. Brent-Rohöl legte derzeit um 0,9 % zu und notiert damit knapp über 113 US-Dollar pro Barrel. Bemerkenswert ist, dass die Preise für Brent und WTI seit Jahresbeginn bereits um mehr als 70 % gestiegen sind.

Nach Einschätzung von Federated Hermes beginnen die Märkte eindeutig, den Entwicklungen im Nahen Osten größere Beachtung zu schenken, und daher sei Vorsicht, nicht Panik, geboten. Die entscheidende Frage sei die Dauer, und je länger sich die Lage hinziehe, desto problematischer werde sie, fügte der Asset Manager hinzu.

In der vergangenen Woche sind Aktien und Anleihen parallel gefallen, belastet durch zunehmende Inflationserwartungen und ein nachlassendes Wirtschaftswachstum. Dies setzt auch die Geldpolitik unter Druck: Fed-Chef Jerome Powell erklärte, die US-Notenbank müsse weitere Fortschritte im Kampf gegen die Inflation sehen, bevor sie die Zinsen erneut senken könne. Am Freitag beschleunigte sich der Ausverkauf am US-Markt, als Händler begannen, die Möglichkeit einzupreisen, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr anheben könnte, da die Ölpreise das Risiko eines neuen Inflationsschubs bergen.

Andernorts brach Silber um mehr als 9 % ein, und Bitcoin wurde unter 68.000 US-Dollar gehandelt. Gold verzeichnete seine längste Verlustserie seit Oktober 2023, da die Marktstimmung weiterhin angespannt bleibt. Das Risiko höherer Zinsen zwingt Anleger zum Goldverkauf.

Was das technische Bild des S&P 500 angeht, besteht die Hauptaufgabe der Käufer heute darin, den nächstgelegenen Widerstandsbereich bei 6.457 Punkten zu überwinden. Dies würde dem Index Aufwärtsdynamik verleihen und könnte den Weg für einen Anstieg auf ein neues Niveau bei 6.473 Punkten ebnen. Ebenfalls Priorität für die Bullen hat die Kontrolle über die Marke von 6.490 Punkten, was die Position der Käufer zusätzlich stärken würde. Kommt es vor dem Hintergrund einer nachlassenden Risikobereitschaft zu einer Abwärtsbewegung, müssen die Käufer sich zwingend im Bereich von 6.441 Punkten behaupten. Ein Bruch dieser Unterstützung würde das Instrument rasch zurück auf 6.428 Punkte drücken und den Weg in Richtung 6.414 Punkte freimachen.

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